Presseberichte über UhrenPreisSpiegel

Führer durch den Preisdschungel

ARMBANDUHREN Ausgabe 06/2012
Von Iris Wimmer-Olbort

Was kostet meine Uhr heute?
Würde sich ein Verkauf lohnen?
Und wie hat sich der Preis des Modells, von dem ich träume, in den vergangenen Jahren entwickelt?
Rund um Wert und Werterhalt von Uhren existieren viele Fragen.
Antworten gibt es unter anderem von Bernd Benkner mit seiner Website www.uhrenpreisspiegel.de

Bernd Benkner ist ein Sammler. Einer der sich gern in Themen vertieft und dann ganz in seiner Aufgabe aufgeht. Vor 20 Jahren waren das noch sogenannte Eisebahnwecker - alte Wecker aus der Zeit zwischen 1880 und 1920. Die sammelte Benkner, der im hessischen Rodenbach unweit von Frankfurt lebt. Und da er ein Mensch ist, der gern systematisch vorgeht, katalogisierte er die Preise für seine Sammlerstücke.
Eine Tätigkeit, die sich verselbstständigte: Vor etwa zwölf Jahren begann Benkner, auch die Preise von Armband-, Taschen- und Großuhren zu sammeln und auszuwerten. Vor acht Jahren dann machte er den Schritt ins Internet und veröffentlichte seine Ergebnisse auf seiner eigenen Website www.uhrenpreisspiegel.de.

Die Basis seiner Auswertungen sind die Auktionsergebnisse von renommierten Auktionshäusern: Dazu zählen Christie's, das renommierte deutsche Haus Auktionen Dr. Crott

sowie Henry's in Mutterstadt und Ineichen in Zürich. Die Auswertung all dieser Kataloge ist für den 64-Jährigen, der erst vor Kurzem seinen Beruf aufgegeben und die Rente angetreten hat. An hand der Auktionskataloge überprüft Benkner jedes einzelne Modell darauf, ob es in der angebotetenen Variante bereits in seiner Datenbank gelistet ist. Falls nicht, wird die Datenbank entsprechend ergänzt: um Referenznummer, Modellname und zahlreiche technische Details wie Kaliberbezeichnung, Gehäusematerial, -form und -abmessungen sowie die Funktionen. Nach Ende der Auktion fügt Benkner dann die Ergebnisse ein. Bei Modellen, die häufiger auf Auktionen angeboten werden, hält er jeden erzielten Preis fest und stellt die Preisentwicklung darüber hinaus auch optisch als Kurve dar
Mittlerweile finden sich rund 20.000 Uhren in der Datenbank. Der Schwerpunkt liegt auf Armbanduhren.

Um deren Wertentwicklung noch besser beobachten zu können, lässt Benkner auch Neupreise sowie deren Veränderungen einfließen. Allerdings ist das eine seiner größeren Herausforderungen, da es oftmals sehr schwierig ist, ältere Preislisten von Uhren zu ergattern, und die Hersteller keinerlei Informationen zu überholten Preisen geben. Benkner selbst ist dank seiner Arbeit von der Investition in Armbanduhren überzeugt: "Wenn man die Neupreise von vor 20 oder 30 Jahren sieht, dann erkennt man, dass eine gut gepflegte Uhr bei einem Wiederverkauf eine gute Wertsteigerung erfährt.", sagt er. Wie groß das Interesse an diesem Thema ist, sieht er auch an den Zugriffszahlen auf seine Website: Jährlich hat uhrenpreisspiegel.de rund 100.000 Besucher, die meist mehrfach kommen, denn insgesamt hat die Seite 350.000 Klicks im Jahr.
Das Sammeln von Eisenbahnerweckern hat Benkner mittlerweile übrigens aufgegeben. Jetzt ist das Sammeln von Preisen seine Profession.